Es ist noch gar nicht so lange her, da marschierten jeden Freitag Tausende junger Leute für eine grünere Welt durch unsere Städte, ein kurzer Anflug von „Flugscham“ erfasste damals selbst Vielflieger, sobald sie sich einem Flughafen-Terminal näherten. Heute scheint die ökologische Verkehrswende weit weg zu sein. Covid-19 verändert – wenngleich nur temporär – unser Mobilitätsverhalten und führt zu einem Rückgriff auf

Andreas Reiter am 16. Juli im "Talk im Hangar 7": Warum wir den Sommerurlaub diesmal im kleinsten Radius verbringen und was wir von ihm erwarten: Sorglosigkeit, Freiheit - die Abwesenheit der ganz großen Gefühle. Der Sommer der Reduktion. Ob Masken im Flugzeug, in touristischen Hotspots oder strenge Abstands- und Hygienemaßnahmen: der Sommerurlaub wird dieses Jahr mit vielen Beschränkungen verbunden sein. Die

Es gab eine Zeit, in der man (Kleingeld vorausgesetzt) fast jede Destination der Welt unbegrenzt betreten konnte. Happiness unlimited. Corona hat den Reisenden hier einen Riegel vorgeschoben. Zwar hatte schon der Overtourism der letzten Jahre in betroffenen Hot Spots die Tendenz zu Limitierung von Zeit und Ort eingeleitet. Doch jetzt, infolge der erforderlichen Abstandsregeln, nimmt diese Entwicklung erst so richtig

Nach dem Wachkoma ist vor der Wiederauferstehung. Beim touristischen Restart liegt ein Nebel der Ungewissheit und der Unwissenheit über allen, den Touristiker nur mit langem Atem, mit strategischer Kreativität und ja: mit experimentellem Mut durchtauchen können. Dieses Jahr wird für die meisten Destinationen ein Tal der Tränen (aber auch ein Trainingslager für Resilienz), da nützt es wenig, die rosarote Brille

Was systemrelevant ist, erkennt man oft erst in der Not. So dämmerte uns in den letzten Wochen, dass Krankenschwestern und Supermarkt-Kassiererinnen das System am Laufen halten, wir lernten den Wert seriös recherchierter Fakten in Qualitätsmedien schätzen oder vermissten die gestaltende Hand unserer Friseurin. … Ja, und im stillgelegten Städte-Tourismus wird angesichts des Shutdowns vielen Akteuren schmerzlich klar, dass die atmosphärische

Keine Branche wurde – weltweit – derart stillgelegt wie der Tourismus: vom Over-Tourism zum Zero-Tourism. Der Restart erfordert daher gerade von Destinationen differenzierte Strategien. Egal welche der volkswirtschaftlichen Prognosen wir hernehmen – das Institut für Weltwirtschaft erwartet einen BIP-Rückgang für Deutschland zwischen 4,5 und 8,7 Prozent, das Ifo prognostiziert (je nach Länge des Stillstands) einen Absturz zwischen 7,2 bis 20,6